Jazz-Kalender
11.12.18 13:00:57|Besucher online: 460|Konzerte:667|gerade gesucht: Arnd Sprung Trio
Dave Liebman / Ellery Eskelin Quartet

Dave Liebman / Ellery Eskelin Quartet

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Dave Liebman – saxophone
Ellery Eskelin – saxophone
Tony Marino – bass
Jim Black – drums
"Knotty and challenging. This is left-leaning acoustic jazz at its most creative and intense! "
(Chris Kelsey, Jazz Times)

Flagge englisch Flagge englisch Dave Liebman / Ellery Eskelin Quartet

Dave Liebman – saxophone

Ellery Eskelin – saxophone

Tony Marino – bass

Jim Black – drums

"Knotty and challenging. This is left-leaning acoustic jazz at its most creative and intense! "

(Chris Kelsey, Jazz Times)

Dass Dave Liebman und Ellery Eskelin beide eine Klasse für sich sind, sollte man im Grunde nicht erwähnen müssen. Ersterer steht seit seiner Zeit bei Miles Davis und Elvin Jones zwischen 1970 und 74 im internationalen Rampenlicht und hat mit seinen Bands Lookout Farm und Quest Jazzgeschichte geschrieben. Er gilt mit Recht als "one of the most technically fearsome and musically curious jazz players in the world". – In jedem Stil zuhause, arbeitet er mit unterschiedlichsten Formationen vom Duo über's Quartett bis hin zur Bigband, gilt als einer der besten Lehrer, die man in puncto Musik überhaupt haben kann (und das nicht nur für Saxophonisten), und ist Gründer der IASJ (einer Dachorganisation von Jazzschulen in 35 Ländern) – ein Großmeister mit einer Liste von Auszeichnungen, die es an Länge entspannt mit der Thora aufnimmt.

Ellery Eskelin, einst (in den 80ern) Schüler Dave Liebmans, gehört zu jener Generation von Musikern, die sich und ihre Musik in einer Zeit neu erfinden musste, die überformt war von schalen Bebop-Revivals, seichtem Popjazz und dem Dahinschwinden einer breiteren Basis von Wertschätzung für künstlerische Integrität. Er gilt seit Jahren als einer der innovativsten Tenoristen, ist aber laut eigener Aussage nicht besonders daran interessiert "Jazz" zu spielen. – Warum? – "Ich bekomme mehr und mehr das Gefühl, dass viele der Jazzmusiker sich nicht wirklich bewusst sind, was außerhalb dessen, was sie selber tun, vorgeht – und das erschreckt mich irgendwie. Es erschreckt mich, dass sie nicht wissen, was da vor sich geht, obwohl es in ihrer direkten Nachbarschaft passiert. " Fragt man Eskelin nach Musik, die ihn als Komponisten beeinflusst, so nennt er denn auch ein buntes Sammelsurium, das von Squarepusher über Iggy & The Stooges bis zu den Silver Apples reicht – wobei er keineswegs verleugnet, das B3 Organ Jazz (seine Mutter war professionelle Organisten und er hat lange Zeit mit Jack McDuff gespielt) für ihn eine nie versiegende Quelle der Inspiration war und ist. Rückblickend also durchaus naheliegend, dass Eskelin seinen Durchbruch mit seinem Trio mit Andrea Parkins und Jim Black hatte – eine Band, die den "Organ-vamp" gewissermaßen neu erfunden hat.

Jim Black... Tatsächlich ist Different But the Same eine Band, die einen Gutteil ihrer Energie daraus schöpft, dass hier eigentlich zwei Bands (bzw. zwei halbe Bands) miteinander verschmolzen worden sind: Tony Marino ist seit 12 Jahren Bassist der Dave Liebman Group, Jim Black ist Eskelins Haus- und Hofschlagzeuger. (Natürlich nicht nur das! Mit seiner Band Alasnoaxis hat Black immerhin den Soundtrack für eine ganze Generation eingespielt – auch wenn sich einige Mitglieder derselben dessen nicht bewusst sein mögen... ) Ihre Musik? Wenn Vergleiche überhaupt angebracht sind, dann vielleicht am ehesten mit Jack DeJohnettes 79er Ausgabe der Special Edition. Und das nicht nur wegen der beiden Hörner, sondern auch wegen der ungeheuren Kraft der Rhythmusgruppe, des unverschämten Erfindungsreichtums, der Selbstverständlichkeit des Zusammenspiels. Ohne Zweifel: A Must-Go.

www. daveliebman. com

www. home. earthlink. net/~eskelin/

www. jimblack. com