Jazz-Kalender
17.07.19 16:34:10|Besucher online: 929|Konzerte:820|gerade gesucht: Werner Lener Quartett
Robben Ford

Robben Ford

GITARREN-LEGENDE!!
Robben Ford kann auf eine Karriere zurückblicken, die ziemlich einzigartig sein dürfte. Welcher andere Musiker kann schon von sich behaupten, mit so unterschiedlichen Künstlern wie Miles Davis und Kiss, Burt Bacharach und Muddy Waters im Studio bzw. auf der Bühne gestanden zu haben?

Flagge englisch Flagge englisch Robben Ford

Robben Ford kann auf eine Karriere zurückblicken, die ziemlich einzigartig sein dürfte. Welcher andere Musiker kann schon von sich behaupten, mit so unterschiedlichen Künstlern wie Miles Davis und Kiss, Burt Bacharach und Muddy Waters im Studio bzw. auf der Bühne gestanden zu haben?

Doch Robben Fords Talent und Ehrgeiz trugen ihn auch weit über diese Anfänge hinaus. Zum Jazz beispielsweise inspiriert von John Coltrane, George Coleman und natürlich Miles Davis, erlernte er das Saxophon, führte in San Francisco eine Band an, in der er Gitarre und Sax spielte. Es folgten Live- und Studio-Engagements bei Tom Scott, George Harrison (der ihn für seine erste Tour-Band nach dem Ende der Beatles gewann), Jimmy Witherspoon und Joni Mitchell (Miles of Isles).

Ende der 70er präsentierte Ford endlich sein lang erwartetes Solo-Debüt "Inside Story", stellte auch seine Band "The Yellowjackets" vor, die dem vielgeschmähten Begriff Fusion neues Leben einhauchte. Produzent Tommy Lipuma empfahl ihn anschließend an Miles Davis weiter, in dessen Band Robben Ford ausgiebig tourte. Jazz spielte er auch in New York, wo er Ende der 80er vorübergehend seine Zelte aufgeschlagen hatte. Im Mikell's-Club stand er regelmäßig mit dem Saxophonisten Bob Malach und dem großartigen Headhunters-Drummer Mike Clark auf der Bühne. "Minor Elegance", eingespielt mit Joe Diorio und Peter Erskine, brachte Standards und Modern Jazz vielgelobt unter einen Hut.

Mit seinem zweiten Solo-Album "Talk To Your Daughter" kehrte Robben Ford 1988 indes wieder zu Blues und R'n'B zurück, u.a. mit Coverversionen von J. B. Lenoir (Titelsong) und Booker T. Jones/William Bell ("Born Under A Bad Sign"). Und danach präsentierte er mit Bassist Roscoe Beck und Drummer Tom Brechtlein seine neue Rhythmusgruppe "The Blue Line", die neben (oder hinter) Ford auf Alben wie "Mystic Mile" und "Handful of Blues" glänzte. Daneben und dazwischen natürlich Sessionjobs für u.a. Bob Dylan, Bonnie Raitt, Jerry Granelli und Rickie Lee Jones.

"Der Blues ist eine lebendige, atmende Kunstform", erklärt Robben Ford, der sich mit diesem Musikstil seit seiner Jugend beschäftigt. "Und er ist immer sozialpolitisch gewesen. " Was er damit meint, zeigt der 56jährige Musiker, der bereits viermal für einen Grammy nominiert wurde, vom Fachblatt "Musician" zu den "100 größten Gitarristen des 20. Jahrhunderts" gerechnet wird und im Laufe seiner langen Karriere mit Stars wie Joni Mitchell, George Harrison, Miles Davis, Greg Allman, Phil Lesh und Larry Carlton zusammengearbeitet hat, auf seinem dritten Concord-Album "Truth".

"All meine Songs basieren auf dem Blues", gesteht der Gitarrist. "Es gefällt mir einfach in diesem klassischen Stil zu spielen und ihn so lebendig zu erhalten. Ich fühle mich der Bluestradition zugehörig. Es ist eine Schande, dass viele Leute den Blues für etwas Überkommenes halten. Der Blues ist ziemlich universell und auf 'Truth' habe ich ihm nur einen neuen Akzent verpasst. "

(JazzEcho)