Jazz-Kalender
19.11.19 11:50:25|Besucher online: 505|Konzerte:514|gerade gesucht: Pablo Held
Malia

Malia

Homepage: malia-online.com

Nach ihrem Debüt-Album "Yellow Daffodils" (2002), das die Tageszeitung "Le Parisien" mit den Worten "Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. " lobte, und dem Nachfolger "Echoes of Dreams" (2004) hat Malia jetzt ihr drittes Album eingespielt.

Flagge englisch Malia

Als die in der ostafrikanischen Republik Malawi geborene Malia zum ersten Mal im Radio die Stimme von Billie Holiday hörte, war es um sie geschehen: "Das hat mich umgehauen. Es war, als ob der Himmel mir diese Musik geschickt hätte -ich hatte so etwas ja vorher noch nie gehört. Diese Musik eröffnete mir eine neue Welt. " Prompt brachte Malia sich selbst zwanzig Jazz-Standards bei, engagierte einen Pianisten und trat in ihrer Wahlheimat London in Kneipen auf. Das war vor zehn Jahren. Heute ist die 30-Jährige mit ihrem leicht angerauhten Timbre selbst eine der ausdrucksstärksten und vielseitigsten Sängerinnen am souligen Jazz-Himmel.

Nach ihrem Debüt-Album "Yellow Daffodils" (2002), das die Tageszeitung "Le Parisien" mit den Worten "Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. " lobte, und dem Nachfolger "Echoes of Dreams" (2004) hat Malia jetzt ihr drittes Album eingespielt.

"Young Bones" entstand erneut in Zusammenarbeit mit dem französischen Produzenten André Manoukian, der diesmal die Songs komponierte, während Malia die Texte beisteuerte. Und wenn Malia ihre stilistische Bandbreite von Jazz, Pop, Soul, Blues und Bossa-Nova unter Beweis stellt, erweist sie damit auch ihren großen Vorbildern ihre ganz eigene, zeitgenössische Referenz. Gleich in der Bar-Jazz-Ballade "Mr. Candy" steckt die zerbrechliche Schönheit und Magie einer Billie Holiday. Der elegant im Midtempo groovende Club-Song "Two Fugitives in the Night" ist eine Hommage an Nina Simone. Und das leicht vom Bossa-Nova-angehauchte "Plus je t'embrasse" erinnert in seinem Charme an den französischen Chanson-Altmeister Henri Salvador.

Viele der 13 Songs hat André Manoukian dabei nach eigener Aussage im Stile eines "musikalischen Klassizismus" arrangiert, bei dem die Balladen jazzig nur von Klavier, Kontrabass, Schlagzeug und Streichern begleitet werden. In dem swingenden "Salmon Colored Man" kommen dagegen Blechbläser hinzu, funkelt und perlt durch das funkige "Richer than Bill Gates" eine Fender Rhodes-Piano. Und was für eine charismatische Allround-Sängerin Malia ist, zeigt sie nicht nur hier, sondern auch im erdigen R&B-Song "Black Bird with no Wing".