Jazz-Kalender
13.12.18 17:48:45|Besucher online: 527|Konzerte:688|gerade gesucht: Konzerte Magdeburg
Das Große Ding

Das Große Ding

Freie Improvisation.
Essen/Köln

Flagge englisch Das Große Ding

DAS GROßE DING

Die Gründung des großen Dings ist als logische Zwangläufigkeit zu betrachten: Während die Protagonisten der improvisierenden Szenen des Ruhrgebiets und Kölns bereits seit geraumer Zeit in unterschiedlichsten Formationen zusammen arbeiteten, schien sich mehr und mehr eine Art fester Kern der beteiligten Musiker herauszukristallisieren - weniger im Sinne eines losen Netzwerks, wie es in ähnlichen Kontexten häufig vorzufinden ist, sondern vielmehr ausgeprägt als kollektiv-unterbewusste Vorstellung einer gemeinsamen Idiomatik. Es würde jedoch der Sache nicht gerecht, das große Ding als klassisches Musiker-Kollektiv zu bezeichnen, da es sich in der Gesamtkonstellation nicht festlegen lässt auf eine wie auch immer geartete Menge X von Beteiligten. Es ist als tendenziell amorphe Gruppe einer gewissen Fluktuation unterworfen, welche keineswegs intentional gelenkt vonstatten geht, sondern aus dem selbsterzeugten künstlerischen Biotop, in dem sich das große Ding bewegt, hervorgeht. So integriert es permanent neu hinzukommende Musiker und resorbiert Experimentierfelder ausgelagerter Subgruppen. Zentrales Moment dabei ist die unentwegte Suche nach neuen Wegen musikalischen Ausdrucks, Konzepten der Raum- und Zeitgestaltung, sozialen und künstlerischen Interaktionsformen innerhalb und außerhalb der Gruppe. Der Umstand, dass dem großen Ding verschiedene Duos bis Quartette zugrunde liegen, eröffnet eine Vielzahl optionaler Handlungsräume, die zwar das klangliche Resultat bedingen, aber nie zum Selbstzweck verkommen.