Jazz-Kalender
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Jacobien Vlasman Quintett - vitrine vocale

Jacobien Vlasman Quintett - vitrine vocale

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Homepage: jacobienvlasman.de

Ein moderner Jazz von urban legerer und dabei bisweilen sehr stylisher Zerzaustheit: selbstbewusst und lustvoll unkonventionell. Wobei die gebürtige Holländerin Jacobien Vlasman mit einer Ausdrucksvielfalt begeistert, die einem mal wieder auf das schönste in Erinnerung ruft, dass die Stimme im Idealfall ein zu wechselseitiger musikalischer Kommunikation fähiges Instrument ist, das Teil und nicht nur Grund eines Ensembles sein sollte. (Jazzpodium)

Flagge englisch Flagge englisch Jacobien Vlasman Quintett - vitrine vocale

... and you know what, I really believe that, for these musicians,

this is only the beginning. You just hear and see!! (Maria João)

Das Jacobien Vlasman Quartett gibt es seit 1998, viele Preise wurden mittlerweile gewonnen, u.a. 1999 der Studioförderpreis des Berliner Senats und 2001 der erste Preis in der Wertung der Jury beim 1. Jazz&Blues Award Berlin. Die Presse lobt das Quartett in den höchsten Tönen: "Jacobien Vlasman ist die beste Jazzsängerin der Stadt" schrieb der Berliner Tagesspiegel, Kai Brückner gilt als "einer der versiertesten Saitenkünstler Berlins" laut der Berliner Morgenpost.

Seit 2006 hat sich das Quartett zum Quintett erweitert mit Jan von Klewitz - sax.

vitrine vocale

Brauchen wir wirklich die – gefühlt – tausendste Version von Jobims "Girl from Ipanema"? Wenn sie so sauber dekonstruiert daherkommt wie in der Interpretation durch das Jacobien Vlasman Quintett, dann unbedingt! Zuerst wird der Standard kurz scheinbar Lehrbuch-mäßig durchexerziert, dann genüsslich weiter in seine musikalischen Bestandteile zerlegt, aus denen schließlich eine Gegenversion entsteht, die sich gewaschen hat. Die brasilianische Strandnixe schlägt zurück, und zwar mit Nachdruck. Dieser Opener aus dem neuen Album des Jacobien Vlasman Quintetts ist gewissermaßen programmatisch. Das vermeintliche Standard-Vokabular wird kurz angerissen, um dann schleunigst eigene, vorzugsweise gegenläufige Wege zu suchen wie z.B. auch in der großartigen Schlussnummer des Albums, "Under the Cherry Moon" von Prince, die in beinahe surrealer Zeitdehnung als saftige Schattenmorelle leuchtet.

Die tragenden Streben dieses Albums bilden Vlasmans Eigenkompositionen. Das Ensemble: hochkarätig besetzt. Kai Brückner - kammermusikalische Minimalakzente und effektvoll angereichertes Breitwandformat; Rainer Winch - gleichermaßen Uhrwerk wie Diffusor; Jan von Klewitz – virtuose Saxofon-Arabesken wie auch kalkulierte Kontrapunkte zum Sologesang; Johannes Gunkel – schlank und wendig, kein Schritt jenseits seiner Spur. In diesem äußerst homogenen Quintett sind immer wieder auch die solistischen Improvisationsstrecken Ereignisse von großer gestalterischer Intelligenz und lebendiger Spielfreude.

"Vitrine Vocale" - das ist das Spiel mit den in Glaskästen ausgestellten Rolemodels. Verlässliche Figuren, bekannte Rollen. Schmuckstücke, schön anzusehen. Wirklich interessant aber werden die Vitrinen mit den ersten Haarrissen im Glas, wenn das Licht sich überraschend bricht und die Dinge plötzlich anders leuchten.

Presse:

... eine Stimme, die innerhalb von wenigen Sekunden verstören, verblüffen und verzaubern kann. (Jazzthing)

Eindrucksvoll, wie sie das "Girl from Ipanema" reharmonisiert und völlig entzuckert. (SPIEGEL Kultur)

Ein sehr schönes Debüt ist dem Jacobien Vlasman Quintett aus Berlin gelungen. Ein moderner Jazz von urban legerer und dabei bisweilen sehr stylisher Zerzaustheit: selbstbewusst und lustvoll unkonventionell. Wobei die gebürtige Holländerin Jacobien Vlasman mit einer Ausdrucksvielfalt begeistert, die einem mal wieder auf das schönste in Erinnerung ruft, dass die Stimme im Idealfall ein zu wechselseitiger musikalischer Kommunikation fähiges Instrument ist, das Teil und nicht nur Grund eines Ensembles sein sollte. (Jazzpodium)

Was sofort auffällt ist das unglaublich breite Repertoire, das Jacobien Vlasman hier bewältigt, Sie singt nebeneinander Stücke von Antonio Carlos Jobim, Prince, Bill Withers und Chopin – und interpretiert diese Musik in ungewöhnlichen Arrangements aus Jazz-Perspektive.

An ihrer Seite hat sie eine Klasse-Band. Vor allem der Saxophonist Jan von Klewitz sorgt hier immer wieder für kreative Einschübe und führt einen sehr eloquenten Dialog mit der manchmal zerbrechlichen, aber gleichzeitig auch sehr präsenten Stimme von Jacobien Vlasman. (Matthias Wegner, NDR-JAZZ)