Jazz-Kalender
18.08.19 16:53:08|Besucher online: 408|Konzerte:960|gerade gesucht: Beate Furcht
Jazz im Kloster

Jazz im Kloster

39319 Jerichow

Homepage: kloster-jerichow.de

16.08.2019 - 18.08.2019

Flagge englisch Jazz im Kloster

16.-18. August 2019: 1. Internationales Jazzfestival im Kloster Jerichow 2019 – Stargast: Till Brönner

Kulturelle Juwelen entdecken

Das 1. Internationale Festival „JAZZ im Kloster Jerichow“ lockt vom 16. August bis 18. August 2019 ins Kloster Jerichow. Die Stiftung Kloster Jerichow will damit europäische Geschichte, mittelalterliche Architektur und zeitgenössische Kunst mit internationaler und regionaler Jazz-Musik vereinen. Diese einzigartige Kombination soll eines der schönsten romanischen Bauwerke Norddeutschlands beleben und den Besuchern ein kulturelles Sommerhighlight verschaffen. Neben weiteren zahlreichen hochkarätigen Musikern hat sich auch Startrompeter Till Brönner angesagt.

Die Idee

Der erst im April 2019 verstorbene Stiftungsvorsitzende Tilman Tögel spann die Idee zu einem Jazzfestival auf dem weiträumigen Klosterareal in der Stadt Jerichow in Sachsen-Anhalt. 

Die altehrwürdige Stiftskirche St. Marien und St. Nikolaus des Ordens der Prämonstratenser, erbaut im 12. Jahrhundert, ist einer der bedeutendsten Orte der beliebten Tourismusroute „Straße der Romanik“. Die weitgehend unveränderte Ausprägung der Anlage, die schlichte Schönheit des Klosters und seine Lage in einer reizvollen Umgebung am Elberadweg sowie am Rande des Naturschutzgebietes Elbe-Havel-Winkel in der Stadt Jerichow in Sachsen-Anhalt sollten nach den Visionen Tögels die einmalige Atmosphäre für ein internationales Jazzfestival bieten.

Kultur- und Staatsminister Rainer Robra zeigt sich von den Plänen für das Festival begeistert: „In Sachsen-Anhalt kann man die ganze Vielfalt der Musik erleben: vom Mittelalter über den Frühbarock bis hin zur zeitgenössischen Musik. Jazz im Kloster Jerichow wird die Musikkultur in unserem Land bereichern. Das neue Format macht den Jazz vor einer großartigen Kulisse erlebbar, mit all seiner Kreativität, Expressivität und seinen Innovationen. Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft über das 1. Internationale Jazzfestival im Kloster Jerichow übernommen.“

 „Diese Idee hat mich völlig begeistert“, sagt Roland Maiwald vom Stiftungsvorstand, „nicht nur weil ich mich seit der Studentenzeit auch für Jazz interessiere, sondern auch weil wir damit eine völlig neue künstlerische Richtung in unseren Veranstaltungen einschlagen würden.“ Der Stiftungsvorstand suchte fortan Möglichkeiten der Finanzierung, geeignete „Zugpferde“ von überregionalem, internationalen Rang und stellte gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Marco Reiß ein attraktives Programm zusammen. „Ich freue mich riesig, dass unsere Mannschaft für das 1. Festival „JAZZ im Kloster Jerichow“ solche phantastischen Künstler von internationalem Rang wie Till Brönner, Dieter Ilg oder Magnus Lindgren binden konnte“, so Maiwald. Aber auch der Brückenschlag in die Region und attraktive Angebote für Familien sind den Veranstaltern wichtig: „Ein ganz besonderes Anliegen unserer Stiftung kommt ebenfalls zum Tragen, in dem wir z.B. mit dem Jugendjazzorchester Sachsen-Anhalt und der Bigband der Musik- und Kunstschule Stendal insbesondere neben den jung gebliebenen auch die jugendlichen Gäste ansprechen. Vielleicht ist das auch eine zusätzliche Anregung für viele Familien das Jazz-Wochenende vom 16.-18.08.2019 gemeinsam zu genießen. So ist am Sonntag um 13.00 Uhr auch noch das Jazz-Märchen „Der kleine Prinz“ zu erleben“, wirbt Maiwald.

Wichtig ist den Veranstaltern bei allen Events jedoch auch, dem sakralen Anspruch des Klosters mit Stiftskirche gerecht zu werden. Deshalb wird während des Festivals auch ein Jazz-Gottesdienst gefeiert, bei dem die Besucher ihre persönliche Inspiration in der romanischen Klosteranlage finden können.

 Der künstlerische Leiter

 Marco Reiß, im Hauptberuf Geiger in der Magdeburgischen Philharmonie, entdeckt mit seinem Rossini-Quartett, nicht nur entlang der Straße der Romanik, seit Jahrzehnten schlummernde Kultur-Juwelen in Sachsen-Anhalt. Zudem treibt den Musiker der Anspruch, Kultur möglichst vielen Publikumsschichten zugänglich zu machen. Zuletzt sorgte er mit seinem populären Programm „Telemania 2017“ im Telemannjahr dafür, dass die Werke des Komponisten nicht nur in Spezialkonzerten, sondern auch mal in der Straßenbahn oder in Kombination mit Jazz erklangen. „Viele Ecken in Sachsen-Anhalt sind selbst hier in der Region vielen noch unbekannt und lohnen unbedingt, entdeckt zu werden. Die immer als schwach geltenden Regionen können gerade durch Kunst und Kultur punkten und damit einen entscheidenden Beitrag zur Förderung und Belebung des Tourismus leisten. Sie werden staunen, welche wunderbaren Orte Sie direkt vor Ihrer Haustür entdecken können, Kultur ist dafür ein idealer Türöffner“, ist der Musiker überzeugt. 

Das Programm

Mit Till Brönner, einem der international anerkanntesten Jazztrompeter sowie mit Dieter Ilg, einem preisgekrönten Kontrabassisten, konnten einzigartige Künstler für das Festival gewonnen werden. Für das internationale Flair sorgt auch der ausgezeichnete Percussionspieler Topo Gioia aus Argentinien, der dem Kloster Jerichow und dem künstlerischen Leiter Marco Reiß beratend zur Seite steht.

Brückenschlag zum musikalischen Nachwuchs

Das Landesjugendjazzorchester Sachsen-Anhalt wird das Festival am Freitag, den 16. August 2019 um 16 Uhr eröffnen, um auch hier eine Brücke zu schlagen zu den schon etablierten internationalen Stars.

Den Abend eröffnen gestandene Improvisatoren und jüngere Kollegen rund um den Leipziger Drummer Wolfram Dix, bevor um 20 Uhr Musiker der Berliner Philharmonie mit ihrer Formation „Bolero Berlin“ von ihren Jazzqualitäten überzeugen.
Mit einem gemütlichen Jazz-Picknick, begleitet von der Bigband der Musik- und Kunstschule Stendal startet der Samstag ab 13.30 Uhr auf der großen Bühne des Klosters.
Auf eine Zeitreise durch Jazz, Pop und lateinamerikanische Klänge in einem swingenden Gewand lädt ab 15 Uhr Thomas Walter Maria & Kapelle in den Innenhof des Klosters ein.
Jazzstandards und Modern Jazz sind hingegen das Markenzeichen der Sebastian Böhlen Band, die ab 17 Uhr zu erleben sein wird.

Till Brönner im Duo

Highlight des Festivals der Konzertabend am Sonnabend ist das Gastspiel des Ausnahmetrompeters Till Brönner und des Bassisten Dieter Ilg: Zwei Genies und Musiker von Weltrang an ihren Instrumenten treffen sich zum kreativen Stelldichein. Blind vertrauen sich die beiden Musiker, die seit vielen Jahren zusammenspielen. Die seltene Konstellation im Duo verspricht ein melodiereiches, virtuoses, kompromissloses Spiel und eine intensive und einzigartige Begegnung.

Mit einem Jazz-Gottesdienst um 10.30 Uhr startet das Festival in den Sonntag.
Die allerjüngsten Jazzfreunde können sich ab 13 Uhr auf eine musikalische Version des Märchens „Der kleine Prinz“ mit der Potsdamer Theatergruppe „Poetenpack“ freuen, bevor um 15 Uhr mit Esther Kaiser eine der deutschen Jazzsängerinnen zu erleben ist, die bereits seit vielen Jahren stilübergreifend und vielseitig den heutigen „German Vocaljazz“ prägen. 

Zum Abschluss des 1. Internationales Jazzfestivals in Jerichow gibt’s noch ein Extra-Bonbon, und zwar ein Konzert mit dem internationalen Star-Saxophonist Magnus Lindgren aus Schweden.

Das Engagement internationaler Jazzmusiker wird ergänzt durch eine Vielzahl regional bekannter Nachwuchskünstler, welche die Strahlkraft des Jazzfestivals als Bühne nutzen und zeigen werden, wie vielfältig Jazzmusik ist. Die ausgedehnte Klosteranlage bietet die besten Voraussetzungen für ein großzügiges Festival-Areal, auf dem die Musiker sowohl in den Räumlichkeiten des Klosters als auch open air auf verschiedenen Bühnen im idyllischen Klostergarten in zehn Einzelkonzerten auftreten werden. Die Schirmherrschaft über das internationale Jazzfestival liegt in den Händen von Staatsminister Rainer Robra. Gefördert wird das Festival von der Initiative Musik, Lotto Sachsen-Anhalt, dem Land Sachsen-Anhalt und der Volksbank Burg.

Stiftung Kloster Jerichow

Veranstalter des dreitägigen Jazzfestivals ist die Stiftung Kloster Jerichow. Die Stiftung kümmert sich seit ihrer Gründung im Jahr 2004 entsprechend ihrer Satzung um die Wiederherstellung und den Erhalt der romanischen Klosteranlage einschließlich der Klosterkirche als ältestem Backsteinbau Norddeutschlands. Damit verbunden ist auch die Förderung der geistig-religiösen, der vielfältigen musealen und künstlerischen Arbeit. Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Stiftungsvorstandes und Stiftungsbeirates sowie des Kuratoriums können auf eine bisher sehr erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Sie sorgten unter anderem dafür, dass in den Jahren 2005-2009 die Gebäudehüllen des Süd- und Westflügels sowie die Kirchenfenster saniert werden konnten, dass die Klostermauer instandgesetzt wurde und die Anlage eine Beleuchtung erhielt. Dafür wurden sowohl EFRE-Mittel als auch Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt eingeworben. Aktuell wird die Storchenscheune als multifunktionaler Veranstaltungsort mit Bundesmitteln im Umfang von 840.000 Euro umfassend saniert und ausgebaut. Insgesamt wurden seit 2002 bisher rund 3,7 Mio. Euro in die Klosteranlage investiert, um diesem touristischen Highlight an der Straße der Romanik wieder zu vollem Glanz zu verhelfen und deren Attraktivität für die zahlreichen Besucher zu steigern.

Weitere Informationen und Tickets

www.kloster-jerichow.de
Karten erhältlich im Klosterladen, an allen biberticket

VVK-Stellen und online bei reservix.de
Kinder unter 14 Jahren Eintritt frei!