Jazz-Kalender
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Woelfle, Marcus A.

Marcus A. Woelfle

01.02.1964

Instrument(e): Violine, Viola

Homepage: marcus-woelfle.de

Als Jazzviolinist trat Marcus Woelfle in den 90er Jahren erstmals mit dem heute noch aktiven Marcus-Woelfle-Quartett unter dem Motto "From Swing To Bop" in Erscheinung und spielte laut SZ "Musik gegen jeden griesgrämigen Stilpurismus - und für die reine Freude am Jazz". Häufig sah und hörte man den "Keith Jarrett an der Geige" (tz) an der Seite von Schriftstellern wie (wie Joseph von Westphalen, Stefan König, Ulrich Bauer-Staeb) und Schauspielern (Musik für das "Theater Fisch und Plastik").

Flagge englisch Marcus A. Woelfle

Als Jazzviolinist trat Marcus A. Woelfle in den 90er Jahren erstmals mit dem heute noch aktiven Marcus-Woelfle-Quartett unter dem Motto "From Swing To Bop" in Erscheinung und spielte laut SZ "Musik gegen jeden griesgrämigen Stilpurismus - und für die reine Freude am Jazz". Häufig sah und hörte man den "Keith Jarrett an der Geige" (tz) an der Seite von Schriftstellern wie (wie Joseph von Westphalen, Stefan König, Ulrich Bauer-Staeb) und Schauspielern (Musik für das "Theater Fisch und Plastik").

Im Jahre 2000 gründete er die Formation Der abentheuerliche Violinissimus, die überwiegend Woelfles Kompositionen spielt: "Der abentheuerliche / Violinissimus / das seynd / Allerley köstlich & wunderlich Ariae, Cantilenae / item / Fantasiae / In der Manier von denen Bewohnern der / Newen Welt / So man vulgo: Jazz nennet / Sammt kunstreychen diminutiones darob / Für Violine mit obligatem Clavichord / Baß-Gamben / Item Schlagwercke / Allen Kunst-Sinnigen fürnehmlich zu Ergetzen / Sowohl und deren eigentlicher Erbauung willen... " Im gleichen Jahr wurde Marcus A. Woelfle Künstlerischer Leiter der "Internationalen Musiktage Kloster Schlehdorf", des wohl weltweit ersten in einem Nonnenkloster stattfindenden Jazzfestivals.

Seit 2002 arbeitet Woelfle auch im Duo mit dem italienischen Akkordeon-Virtuosen Gianni Coscia. Im Zentrum jüngster Projekte stehen Begegnungen zwischen seiner Jazzgeige und traditioneller chinesischer Musik (mit dem Erhu-Spieler Xizhie Nie) bzw. Alter Musik und historischen Tasteninstrumenten (mit Christian Ludwig Mayer). Daneben ist Woelfle gelegentlich mit so völlig verschiedenen Formationen wie Ferry's Hot Club (einer Formation in Django-Reinhardt-Tradition), Jazzcyk (einer akustischen Gruppe, die Joschi Schumanns rockige Klassik verjazzt) und bisweilen Embryo (den Pionieren der Weltmusik) zu hören.

Doch das ist nur eine Seite Marcus Woelfles, der sich nach seinem literaturwissenschaftlichen Studium auch dem Kulturjournalismus zuwandte. Seit 1993 ist er als Rundfunkmoderator (früher bei der Jazz Welle Plus und Lora München, seit 1997 beim Bayerischen Rundfunk: "Jazztime", "Radiojazznacht") und seit 1986 als Autor tätig. Der Jazzspezialist ist Redakteur der Jazzzeitung, freier Mitarbeiter zahlreicher Zeitschriften (z.B. Rondo, Kulturmagazin Applaus, Jazzthing, NMZ) und Tageszeitungen, verfasste zahlreiche Buchbeiträge, CD-Booklets sowie ein Jazzlexikon. Seit der Spielzeit 1995/96 schreibt er auch die Programmeinführungen für die Programmhefte des Münchener Kammerorchesters. Für Zyx betreut er die Birthday-Celebration-Serie. Hier führt Woelfle in das Leben und Wirken großer Jazzmusiker ein, deren exemplarische Aufnahmen er auf jeweils zwei oder drei CDs zusammenstellt: Unlängst erschienen die Celebrations von Bill Evans, Coleman Hawkins und Chet Baker. Im Jahr 2005 erschienen drei von Rufus Beck gelesen Hörbücher mit Woelfles Essays: "The Chet Baker Story", "The Thelonious Monk Story" und "The Charles Mingus Story". Das Jazzinstitut Darmstadt meint: "Nie waren einem die Jazzlegenden näher als in Woelfles Texten. "

Weitere Informationen über Woelfle finden Sie hier:

http: //www. marcus-woelfle. de