Jazz-Kalender
13.12.18 01:39:37|Besucher online: 809|Konzerte:672|gerade gesucht: Roland Christen
Artero, Patrick

Patrick Artero

26.04.1950

Instrument(e): Trompete, Flügelhorn, Kornett

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Homepage: patrickartero.com

Geboren 1950 in Vietnam, beginnt Patrick Artero seinen musikalischen Lebenslauf mit 4 Jahren als er zum ersten Mal Louis Armstrong auf einer 78 Touren Platte seines Vaters hörte.

Flagge englisch Patrick Artero

Geboren 1950 in Vietnam, beginnt Patrick Artero seinen musikalischen Lebenslauf mit 4 Jahren als er zum ersten Mal Louis Armstrong auf einer 78 Touren Platte seines Vaters hörte.

Mit 10 Jahren lernt er Trompete spielen und nach ein paar Studienjahren tritt er als Leader mit dem Schulorchester auf (1964). So trifft er auf die damalige Stargruppe « les Haricots Rouges » (1969), mit welchen er 4 Jahre seiner Existenz teilt.

Das Zusammentreffen mit dem Sextett von Michel Attenoux wird für ihn ausschlaggebend sein, denn er trifft auf alle französischen Größen des Jazz dieser Epoche, C. Lutter, M. Saury, M. Lafferiere, C. Bolling (er nahm den Platz des Solisten in seiner Big Band ein), G. Laffitte, R. Fol, R. Urtreger, P. Michelot, G. Badini, Martial Solal usw.

Danach gleicht sein Lebenslauf einer Enzyklopädie des Jazz und die Namensliste der legendären Musikern mit welchen er zusammenarbeitete ist unglaublich. Die wenigen großen Namen des Jazz, mit welchen er nicht gespielt hat waren damals ohne Zweifel leider schon gestorben.

Als Beispiel, einige Trompeter, mit welchen er gespielt oder aufgenommen hat: …Harry Edison, Cat Anderson, Joe Newman, Thad Jones, Dizzy Gillespie, Bill Coleman, Jimy Mc Partland, Clark Terry…

Aber auch Saxofonisten, …… B. Waters, Bud Freeman, Eddy Davis, Buddy Tate, Harold Ashby, Stan Getz, Benny Carter, Earl Warren, Peanuts Hocko, Albert Burbanks, Eddie Daniels, Bob Wilbur,

-und Posaunisten, ….. Jim Robinson, Louis Nelson, Eddy Hubble, Eddy Bert, Kay Winding, Glenn Ferris,

-und ebenso……Lionel Hampton, Georges Benson, Milt Buckner, Sonny Penn, Sam Woodyard,

Sänger (–innen), Betty Carter, Carmen Mc Rea, Carrie Smith, Cab Calloway, Joe Williams, Lilian Boutté… was eine kleine Darstellung seines Könnens wiedergibt.

Kurz, während der 70-er Jahre hat er sich also dem Jazz verschrieben und nimmt an allen interessanten Vorstellungen Frankreichs teil.

Er hat sogar dazu beigetragen, daß die Anacronic Jazz Band 1977 den Sidney Bechet Preis erhält; und er dreht auch als Hauptdarsteller einen Film über das Leben von Bix Beiderbecke fürs Fernsehen. Man findet seine Unterstützung bei der Musikgestaltung sowohl von Kurzfilmen als auch Kino und Fernsehstreifen und bei Musikszenen, wobei er ab und zu auch die Rolle eines Musikers einnimmt!!!

Ab den 80-er Jahren fasziniert er sich für die Salsa (er ist, wie sein Name schon sagt, spanischen Ursprungs) und mischt sich genauso unter die weltbekanntesten Vertreter der lateinamerikanischen Musik.

Um nur die bekanntesten zu nennen: Chocolate Armenteros, Alfredo Rodriguez, Carlos « patato » Valdes, Papaito, die Brüder Gonzalès aus New-york, und Mauricio Smith.

Von 84 bis 90 wird seine Bläsertruppe bei fast allen Produktionen afrikanischer und karibischer Musik verlangt. Mit dieser eigens gegründeten Truppe begleitet er ebenso nicht nur Variété-Stars wie Kassav, Zouk Machine, Touré Kunda oder Alpha Blondy, sondern reist auch durch die ganze Welt, ganz in Musik!!!!

Die Rückkehr zum Jazz findet in den 90-er Jahren mit ein paar interessanten Abenteuern statt: Paris Barcelona Swing Connection, ein Orchester, welches mit Frank Wess und Will Bill Davis mehrere Platten aufnimmt, les Collegiens von Sacha Distel, die Big Bands von Gérard Badini, Francois Laudet und Michel Pastre, Orchester wie Mambomania und Mégaswing Quintet, eine Marching Band genannt Parad' und eine traditionelle Jazzband mit einem vielleicht etwas esoterischen Namen... Darwin Nostradamus.

Da er stets als Sideman in mitten von Orchestern gespielt hat, ein Dasein, welches ihm ein Zusammentreffen und –arbeiten sowohl mit einigen größten Stars des Jazz und der Variété als auch mit dem weltweit bekannten Orchester "Le Grand Orchestre Paul Mauriat" ermöglicht hat, arbeitet er jetzt auch unter seinem eigenen Namen.

So sieht man ihn als Gast Solisten auf den berühmtesten Jazzfestivals der ganzen Welt, wie zum Beispiel in Japan (Kobé), Neuseeland (Wahekee), Holland (Breda, Eindhofen, Delft), Schweiz (Ascona), Italien (Stresa), Schweden (Stockholm), Spanien (Festival de Catalunya Barcelona) u. v. m.

Man kann ihn ebenfalls in Fernsehsendungen sehen, in denen er sowohl Ray Charles als auch Michel Lebb, Serge Gainsbourg oder Eddy Mitchell, Maurice André, Dizzy Gillespie, Michel Legrand oder auch Henri Salvador, mit welchem er gerade auf Abschiedstournee war, begleitet.

Als sehr eklektischer Musiker reist Patrick Artero von Musik zu Musik, nimmt Rythmen und Bewegungen auf, was gut zu seiner Natur des reisenden Musikers passt.